• Aikido als Weg

    Viele Wege führen nach Rom, es gibt verschiedene Wege dahin zu gelangen. Der schnellste Weg wird wohl das Flugzeug sein und schon bist Du da. Man kann auch mit dem Auto fahren oder sogar mit dem Fahrrad, ja es geht sogar zu Fuß in diese große Stadt. Nun kann man sich fragen ist Rom das Ziel oder ist es eigentlich nicht doch der Weg dorthin. Wenn ich Rom mit Aikido vergleiche so ist für mich „Der Weg“ mein Ziel. Aikido lernst Du nicht von heute auf morgen, Aikido ist wie ein guter Wein, der viele Jahre braucht um zu reifen. Ob Du noch jung bist oder schon älter, es ist nie zu spät sich mit Aikido auf den Weg zu begeben. Ich gehe diesen Weg seit dem Jahre 2005 und ich werde wohl nie ankommen, denn vermutlich wird ein Leben nicht ausreichen auf der Suche nach dem Ideal, der Perfektion der Bewegung, obwohl man sie wohl nie erreichen kann. Das Streben nach diesem Ideal, ja vielleicht sogar der Erleuchtung, lässt Dich nicht anhalten, es ist der Weg. Es gibt kein Anhalten, man sucht weiter. Der Tag an dem man anhält und nicht mehr sucht, das ist das Ende.

  • „Ai“ bedeutet Harmonie

    Im übertragenen Sinne bedeutet es in Harmonie zu sein mit Uke, dem Angreifer, der geworfen wird. Nage oder auch Tori genannt führt die Technik aus er ist trotz des Angriffs darauf bedacht Uke nach Möglichkeit keinen wesentlichen Schaden zuzuführen, schon gar nicht in der Übungssituation. Die Harmonie in diesem Kontext besteht darin sich mit dem „Gegner“ sozusagen zu verbinden (connecten). Diese Verbindung bewirkt eine fließende Bewegung (flow), die ohne Unterbrechung stattfindet.

  • „ki“ geistige Kraft

    Die Techniken im Aikido können erlernt werden, sie lassen sich aber nur in ihrer Konsequenz durchführen wenn Du versuchst so weich wie das Wasser zu werden. Die universelle geistige Kraft, das „Ki“ entsteht durch die Einheit von Geist und Körper. Die Energiequelle und damit unsere Lebenskraft ruht in uns allen und kann durch das Üben von Aikido freigesetzt werden. Es zeigt sich zum Beispiel im Rollen und Fallen, die erforderliche Körperspannung wird durch „Ki“ aufgebaut. Das wesentliche Element im Aikido ist das „Ki“ es lässt uns weich werden in der Bewegung aber zugleich auch hart in der Verteidigung, so wie Weichheit des Wassers sich in einen harten Strahl verwandeln kann.

  • „do“ auf dem Weg sein

    Mit „do“ ist im Aikido nicht nur der Weg zur Harmonie von Körper und Geist gemeint, sondern mit Disziplin und Kontinuität sein Ziel zu erreichen. Nachhaltiges Üben macht den Schüler zum Meister und selbst der Meister wird immer ein Schüler bleiben, denn das Lernen hört nie auf. „Do“ kennen wir auch aus dem Judo, Kendo, Taekwondo, Karate-do, Kydo bis hin zur Meditation. Alle diese Richtungen haben eins gemeinsam, sie formen den Schüler durch nachhaltiges Üben. Nicht zuletzt geht es auch darum nicht aufzugeben sondern durchzuhalten bzw. auf dem Weg zu bleiben.